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Frau von Stael mit gereizter Lebhaftigkeit zu, als ſie ins Cabinet trat. Aber mit vieler Wuͤrde und großer Gelaſſenheit erwiederte ihr die Graͤfin E**, die ſonſt weit mehr wegen ihrer uͤbrigen guten Eigenſchaften, als wegen ihres Witzes bekannt war:„Ilsepeut, Madame, mais jamais chez autrai!“’“— Bei Sergel hin⸗ gegen war die Frau von Stael mit einem pol⸗ niſchen Prinzen(Sapieha oder ein aͤhnlicher Name) zuſammen in Geſellſchaft geweſen. Als dieſer und Frau von Stael alle die dort befind⸗ lichen alten Meiſterwerke der Kunſt beſehen hatte, ſprach Frau von Stael, indem ſie ſich niederſetzte zu dem Prinzen:„Asseyez vous, mon Pringe!“— Da nahm der alte Sergel einen dritten Stuhl und ſprach hoͤflich, aber freimuͤ⸗ thig:— OQui, mes illustres hôtes, as- seyonsnous, car, enfin, jesuis mai- tre chez moile—, „Ach, das ſind bloß Fabeln!“— erwiederte Tante Aline, ward aber hoͤchſt verdruͤßlich, als ſich Tante Pauline nun weitlaͤuftig daruͤber ausſprach, daß Frau von Stael mit ihrer Auf⸗


