Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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198 Otto einmal aus ihrer Umgebung entwich, ſo wußte ſie ihn auf irgend eine feine Manier ſtets wieder dahin zu locken, und ließ ihn nie ganz aus ihrem Geſichtskreiſe. Gegen mich war ſie bald ſpitz und kalt, bald griff ſie mich mit iro⸗ niſchem Scherz an; zuweilen hingegen war ſie unwiderſtehlich einnehmend und anziehend. Mit Meliden ſtand ich auch auf einem ſonderbaren Fuße. Je weniger ich mit ihr zuſammen kam, deſto zuruͤckhaltender und ſtiller ward ſie gegen mich. Emilie blieb ſich beſtaͤndig gleich und das iſt Gott weiß es kein Lob. Fraͤulein Nanna ſah man nur ſelten. Pauline behauptete, daß ſie auf einem Haufen poetiſcher Eyer ſaͤße, welche bis zu Weihnachten ausgebruͤtet werden ſollten. Des Magiſters unertraͤgliche Courtoiſie (bei der wir uns jetzt langweilten) hatte ich mir ganz ernſthaft verbeten, indem ich ihm erklaͤrte, daß ich mich ſonſt bei Tante und Onkel daruͤber beſchweren wuͤrde. Ich ſelbſt fuͤhlte mich heiter und gluͤcklich, mit Allem, was geſchah, zufrie⸗ den, daran gewoͤhnt, mich fremd gegen Otto zu ſtellen, und deshalb weder verwirrt noch ſchmerzlich beruͤhrt daruͤber. Außerdem erſetzten