18
hinter Dir kamen Cajſa und Eliſa mit großen Paqueten und zuletzt ich. Beſchaͤmt ſchloß ich alle Thuͤren hinter dem ganzen Zuge, und als die letzte Thuͤr zugefallen war, ſchlich ich mich zuruͤck, eilte hinunter in den Park und vergaß dort unter meinen Tauben und meinen Blu⸗ men all das Boͤſe, was in der Welt geſchah. Ich fuͤhlte eine unendliche Schaam, als ich einige Stunden darauf zu„Ihrer Gnaden“ und der fremden Graͤfin hinaufgerufen wurde. Meine Schritte wurden immer langſamer, je naͤher ich dem Saale kam, in welchem, wie man mir ſagte, die Herrſchaften ſaßen. Der Saal hatte ſtets etwas ſo Oedes und Feierli⸗ ches fuͤr mich, daß dieß allein hinreichte, mir allen Muth zu benehmen. Was ſollte ich nun jetzt darin?— Aber Dein ſanfker Blick, Du gute liebe Großmutter, gab mir meinen ganzen Muth wieder, und gefaßt ging ich zur Tante und bat ſie um Vergebung. Sie war weiß gekleidet vom Kopf bis auf die Fuͤße und ſah recht gut und freundlich aus; ſie laͤchelte fein, als ich ihr einen Theil meiner Gefuͤhle bei der ungluͤcklichen Kataſtrophe ſchilderte und begann


