14 Der Meſſias.
XVI. G. V. 149— 162. Alles iſt aus, voruͤber, wenn wir hinwelken, ver⸗ dorren, Sterben! alles vergangen, als waͤr' es niemals ge⸗ weſen! Juͤngling! was ſoll der weinende Blick voll Tre⸗ ſtes? Du willſt mich Doch nicht etwa troͤſten? Was ſoll mir Troͤſtung? ich ſterbe! Troͤſte dich, daß du leben moͤgeſt! Ich fuͤrchtet' es lange, Aber ich dacht' es nicht oft, in der Freude der bluͤ⸗ 1 henden Jahre; Ach nun iſt es gekommen, und ich muß wallen hinunter Etwa ins Grab? ich walle nirgends hin! Denn ich bin dann Aufgeloͤſet, ein Nichts! Du wirſt dem verweſen⸗ den Leichnam Doch wohl den Namen des Freundes, der dich liebte, nicht geben? Ehmals ſchonet' ich deiner Thraͤnen; itzt kenn' ich kein Schonen, Selber deiner Thraͤnen nicht mehr! Mit eiſernem Arme Faſſet der Tod! und eiſern wird des Sterbenden Seele! Ha er iſt voll des Entſetzens der ſchwarze Gewitter⸗ gedanke,


