288 Der Meſſias.
X. G. V. 957— 970.
Gottes Anſchaun, dieß vor dem Tode noch ihnen verborgne
Namenloſe Gefuͤhl, und Erkenntniß des nerſchaſs nen!
Gott, Vollender! wenn du zu deinem fegn Ge⸗ richt koͤmmſt,
Wenn du entlaſtet die Erde vom Fluch, und zum Eden ſie umſchaffſt:
Ach dann laß unzaͤhlbar, wie Sand an dem Meere, die Schaar ſeyn
Derer, die losgeſprochen, zu deiner Herrlichkeit eins gehn!
Wolken werden ſich oft, du haſt es mir, Herr, nicht verborgen!
Ueber deine Gewaͤhlten, die unſichtbare Gemeine
Deiner Kinder, verbreiten: des ſchwaͤrmenden Aber⸗ glaubens,
dnd der geleugneten Religion verfinſternde Wol⸗ ken!
Selber Herrſcher der Welt, die zu dieſer Hoͤh du
emporhubſt,
Daß ſie dein großes Geſetz: Wie ſich ſelbſt, die Bruͤder zu lieben!
ungrfiſet durch eigene Noth, faſt grenzenlos thaͤ⸗ ten! 1b
Die, in dem Staube gebuͤckt, den Gott vetherrli⸗ chen ſollten,
Der


