erreichen und wenigſtens im Alter noch auf einem ihr eigenthümlich zugehörigen Flecke der Welt wohnen und wirthſchaften zu können, lockte auch ſie zu mächtig. Vor Allem aber war für Valentins Thatkraft und Geiſtes⸗ helle drüben eine ausgedehnte Laufbahn geöffnet.
Und doch entſchloß Valentin ſich von Allen am
ſchwerſten. Da alle Briefverbindung mit dem Ober⸗
lande unſicher war, ſo ſchickte man ihm einen klugen Mann aus dem Dorfe als Boten zu, der ſich durchs Elſaß bis zur Schweiz durchwand. Er fand die Trüm⸗ mer der badiſchen Freiheitsarmee bereits auf fremdem Boden. Valentin empfand ganz das bittere Loos des Flüchtlings am Tiſche des Auslandes, aber dennoch wäre es ihm beinahe als Pflicht erſchienen, den großen Kampf der Zeit, deſſen Bedeutung er ſo ſcharf begriff, in Europa durchzufechten. Gleichwohl ſah er klar genug in die Welt hinein, um zu wiſſen, daß der Kampf, den Er führte, der Kampf der Beſitzloſen gegen die erdrückende Geldmacht der Gegenwart, überall ſeine Streiter finde dieſſeits und jenſeits des Meeres, und mit dem feſten Entſchluſſe, in dieſem Kampfe nie zu ermüden, folgte er ſeinem Landsmann und traf in Straßburg mit ſeiner Familie zuſammen, die auf den Rath der Matrone nur ihr beſtes Linnen und Bettzeug mitgenom⸗ men, alles Uebrige aber zu jedem Preiſe verkauft hatte.
Inhaltreiche Geſpräche über die ſchwere Frage der Zeit kürzten die Fahrt im Poſtwagen. Der verſchie⸗ dene, oft ſcharf entgegengeſetzte Standpunkt der Parteien
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