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453 die Nachricht in die Küche brachte, trat mit einem Napf Fleiſchbrühe und geröſtetem Weißbrod ein und grüßte den jungen Mann freundlich. Die Frauen hal⸗ fen ihm in einen Seſſel, der mit Kiſſen weich belegt war, und Sabine gab ihm ſeine Mittagsmahlzeit. Dann holte ſte das Süppchen für ihr Kleines, nahm das
„Kind vom Schooße der Matrone, auf den es ſich ſo⸗
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fort wieder heraufgebettelt hatte, und gab ihm mit dem Löffelchen ſein Eſſen, worauf ſie es in die Wiege legte und zum Mittagsſchläfchen zudeckte.
Morgen, ſagte Sabine, darf der Herr ſchon ein Stündchen im Garten ſitzen, das hat mir heut früh die Mutter geſagt. Lieber Gott, fuhr ſie fort, indem ſie die Wiege näher an ſich rückte, es iſt auch ſo eng hier, man weiß ſich kaum herumzudrehen!
Laſſen Sie das gut ſein, Frau'chen, antwortete die Andre, Sie haltens ſchon in Ordnung. Aber das freilich ſeh' ich auch nicht, wie denn in dieſem Häuschen Sie mit Valentin noch Platz gehabt haben.
Sabine wurde roth und antwortete: Valentin hat nie mit uns unter Einem Dache gewohnt.
O mein Gott, ſagte die Dame, und Ihr hattet Euch doch ſo lieb. Das muß ein hartes Loos ſein, in der Che getrennt zu leben! Warum zoget Ihr nicht in Ein Haus?
Die Frage war ſo gutmüthig gethan, daß kein Arg dahinter liegen konnte. Sabine wollte einen Augenblick ausweichen, aber ein Gefühl von Stolz auf ihre Schuld⸗ lofigkeit bekämpfte in ihr die Scham. Ich höre, ſagte ſie
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