Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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4 verarmt in die Verbannung zu ziehen. Der einzelne edle Menſch, der in dieſem Strudel mitſchwamm, vermochte höchſtens ſich ſelber obenzuhalten, nicht aber die ſchlams mige Fluth einzudämmen. Und ſchon meldeten ſich im Lande die Stimmen, die jetzt von furchtbarer Rachgier über den ganzen Aufſtand erfüllt waren, nachdem er geſcheitert. Mit Entſetzen hatte die Mecklenburgerin in 4 ihrem Gaſthof einige Nummern jenes Blattes geleſen, das eben damals zu der ſchauderhafteſten Rolle von Allen ſich zudrängte, die es nach einem Bürgerkrieg geben mag zu der Rolle, der ſiegenden Partei Todes⸗ urtheile über gefangene Gegner anzurathen und die voll⸗ zogenen der öffentlichen Meinung zu empfehlen: es war 1 die von Giehne geleitete Karlsruher Zeitung. Und ſie wirkten, dieſe Stimmen! Die Verhaftungen und Se⸗ queſter gingen ins Maßloſe, und Preußen, nachdem ſeine Linie und Landwehr ſo brav ſich geſchlagen, gab allen Vortheil dem eroberten Lande gegenüber dadurch wieder aus den Händen, daß es die Blutgerichte mit ſeinen Offizieren und Soldaten beſetzte und ſo auf ½. ſeinen Namen allen Jammer der Familien lud, die jetz verdammt waren, monatelang um Väter, Brüder, Söhne

zu erbeben, bis das ſchreckliche Standrecht ſeinen Blitz 2 auch auf ihre Häupter entladen hätte!. In dieſen trüben Anſchauungen verfloß der alten Dame Stunde um Stunde, und es ging ſehr ſtark gegen Mittag. Jetzt erwachte der Geneſende und ſah munter um ſich. Sabine, der ihr kleiner Junge ſogleich 8*