Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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Längſt war der junge Offizier kein Kriegsgefangener mehr. Die ſo kräftig begonnene Revolution ſtockte. Frankreichs zehnter Juni mißlang, der dem Druck aus Norden einen Gegendruck aus Weſten gegeben hätte. Die Volkswehr hatte geübten Truppen gegenüber die Probe nicht beſtanden, unfähige und zaghafte Führer das Staatsruder nicht zu lenken vermocht. Als die feindlichen Truppen im Rücken der Neckararmee über den Rhein gingen, wurde die unangreifbare feſte Stel⸗ lung verlaſſen. Valentins Compagnie(es hatte ja keiner wie Er unter den alten Verhältniſſen gelitten!) floß auseinander, um von der angebotenen Amneſtie Gebrauch zu machen. Und⸗als nun auch Willichs Corps, das letzte, den Rückzug über Bretten machen mußte, da nahm Valentin von den Seinigen einen verzweifelten Abſchied, zog ſich mit den letzten Flüchtlingen an der würtembergiſchen Grenze hin und nahm noch an dem Schießen bei Durlach Theil. Dann, von dem Gefühl geleitet, daß ein Mann auch eine ſinkende Sache nicht verlaſſen dürfe, trat er in die Linie wieder ein und ſtand eben jetzt an der Murg, wo die badiſchen Trup⸗ pen, auf Raſtatt geſtützt, die letzte feſte Stellung nahmen. Aber ſchon war aus ihren Reihen der Geiſt gewichen; Wankelmuth, Feigheit und Eigennutz hinder⸗ ten jeden ſtodesmuthigen Kampf, und die Gemeinheit war einzig noch darauf bedacht, das was ſie der Be⸗ wegung geopfert hatte, durch Auspreſſung des unglück⸗ lichen Landes raſch wieder zu dewinnen, um nicht ganz