Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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Blick fiel in das mütterliche Auge, und ſeine Geneſung ſchritt raſch und ohne unglückliche Zwiſchenfälle vor⸗ wärts. Die Dame, welche alle Urſache hatte mit Wlaska's ärztlichem Geſchick zufrieden zu ſein, gab ihren erſten Gedanken auf, den Sohn ſo raſch als möglich in eine Stadt hinüberzuſchaffen, und beſchloß vielmehr, der Hand, die ihn gerettet hatte, auch das Verdienſt der gänzlichen Heilung zu laſſen. Sie miethete ſich deß⸗ halb beim Ochſenwirth ein, wohnte aber ſonſt den ganzen Tag in Wlaska's Hinterſtübchen, das man für den Kranken ganz ausgeräumt und hübſch geſäubert hatte. Das Eigenthum ihres Sohnes war ihr ebenfalls gleich beim Eintritt ins Haus ausgehändigt und über das, was von dem Gelde für ihn verwendet worden war, Rechnung abgelegt worden. Die Matrone lebte wie zur Familie gehörig im Hauſe mit, und freute ſich an der einfachen, aber reinlich und ſchmackhaft bereiteten Koſt, die ſie täglich durch eine Zuſatzſchüſſel aus ihrer Kaſſe bereicherte. Am glücklichſten waren dabei Sabi⸗ nens Kinder, denen die neue Tante tagtäglich Spielzeug und Naſchwerk aus der Stadt mitkommen ließ und die bald eine grenzenloſe Anhänglichkeit an ſie zeigten. So ſaß ſie auch jetzt mit Sabinens anderthalbjährigem Töchterchen auf dem Schooße, das mit ihrer goldenen Uhr ſpielte, während der Junge auf der Thürſchwelle ein großes Bilderbuch auf den Knieen hielt und in wahrer Andacht deſſen bunte Blätter umſchlug es war ja das erſte Bilderbuch, das in dieſe Peme Stube drang! 8