Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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im Ganzen für mehr als dreihundert Gulden Werth. In der Brieftaſche lag das Offizierspatent und mehrere Briefe, man las ſie und ſah aus ihnen, daß er der Sohn eines adelichen Gutsbeſitzers unfern Strelitz ſei. Die Briefe waren von ſeiner jetzt verwittweten Mutter und athmeten eine mit zärtlicher Bekümmerniß gemiſchte Liebe für dieſen Sohn, der ihr jüngſtes Kind zu ſein ſchien. Sabine erinnerte daran, wie ſchwer dieſe Mutter leiden würde, wenn ſie die Nachricht empfinge, daß ihr Kind ſpurlos verſchwunden ſei, und Valentin ſetzte ſich ſofort hin, um ihr ſo troſtreich als es möglich war zu ſchreiben. Den Brief nahm er an ſich, weil er ihn zu Ladenburg ſelbſt auf die Poſt geben wollte. Die aufgehende Sonne mahnte ihn jetzt an ſeine Dienſt⸗ pflicht; er küßte ſeine noch ſüß ſchlafenden Kinder, nahm ſeine Waffen, drückte ſeinen Verwandten herzlich die Hand und ſchritt, obwohl um eine große Hoffnung ärmer, mit leichtem Herzen ſeinem Tagewerk entgegen. Sabine begleitete ihn bis vor das Dorf.

Was habe ich dieſe Nacht um dich gelitten, Va⸗

lentin: ſagte die junge Frau. Stets ſchwebteſt Du mir

als durchſchoſſen, verwundet, gefangen vor den Augen. Ich konnte es im Bett nicht aushalten; heute früh zog ich mich an und lief hier heraus vors Dorf; Du fandeſt mich auch noch in den Kleidern. Sieh dort beim Kornfeld lag ich auf den Knieen und betete für Dich und mich.

Wie ſprach Valentin erſtaunt, dort knieteſt Du, dort am Kornrande? Um welche Stunde war das?

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