Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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Wlaska wuſch dem Verwundeten, der jetzt kein Lebenszeichen mehr von ſich gab, zuerſt den Kopf. So⸗ fort zeigte ſich, daß die Wunde der Tritt eines flüchtigen Pferdes war, den die Kraft des Schädels zur Seite gelenkt hatte; von den Hufnägeln waren die deutlichen Schrammen noch zu ſehen. Sobald die Wunde klar und rein vorlag, begann das Blut wieder zu rinnen, und der Jüngling ſchlug ab und zu matt die Augen auf. Valentin empfing aus Sabinens Hand die Wieken, die das Blut aufſogen und ſchnell wieder ſtillten. Mit ſachter und unmerklicher Hand ſchnitt ſodann die alte Frau ihrem Pflegling alle Oberkleider herunter, ohne ſeinen Körper zu erſchüttern. Man kam nun zur Bruſtwunde. Es war ein Schuß, der unter dem rech⸗ ten Schulterblatt ins Fleiſch gegangen war, halb hatte er die Weiche des Arms, halb die Bruſt über den Rippen durchgeſchlagen und ſo durch zwei Wunden den heftigen Blutverluſt bewirkt, von denen jedoch an ſich keine tödtlich war. Wlaska befühlte die Doppelwunde und nickte hoffnungsvoll, als der Kranke dabei vor Schmerz ſtöhnte und heftig zuckte. Sie öffnete das Beſteck, und mit einem Geſchick, das jedem Wundarzt Ehre gemacht haben würde, zog ſie die Kugel, die im Oberarm vor dem Knochen ſtecken geblieben war, her⸗ aus, während Valentin auf ihren Befehl dem Leidenden den Lebensſpiritus vorhielt. Sabine wartete bereits mit den Verbandwickeln vor der Thüre und eilte nun in die Kammer, um das Bett zu bereiten. Das Blut