Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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war ihm der blanke Degen gefallen, der jetzt einige Schritte von ihm entfernt lag. Er mußte lange mit dem Tode gerungen haben, oder hatten andere Flücht⸗ linge über ihn weggeſetzt? denn ringsum war das Ge⸗ treide zerdrückt, und breite einzelne Spuren durchs Korn zeigten, daß auch Roſſe hier durchgejagt hatten. Valentin umfaßte alle dieſe Umſtände mit Einem Blick, ſprang an den Saum des Feldes und erwartete ſeine Leute. Er ſchwieg von dem Todten, übergab aber dem Feldwebel das Kommando und befahl ihm, ſich ruhig in die Quartiere zu begeben und an ſeiner Statt den Rapport über die Patrouille abzuſtatten. Zweien der Leute aber gebot er, am nächſten Kreuzweg Halt zu machen, bis er zu ihnen käme. Die Leiche mußte zur Beſtattung weggebracht werden und ihre Uniform ging mit ihr ins Grab; aber was ſie ſonſt von Werth an ſich trug, gehörte nach allem Kriegsrecht dem, der ſie fand.

Er kehrte auf die blutige Stelle zurück, und mit der Schonung, welche jeder nicht ganz rohe Menſch einer friſchen Leiche zuwendet, bog er den Arm derſelben ſacht von der Wunde weg. Der Jüngling mußte reich ſein: eine Cylinderuhr mit zierlicher Goldkette fiel zuerſt in Valentins Hand; es folgten ein Ring und eine Bruſtnadel mit ſchönen Steinen, endlich eine Börſe mit Goldſtücken und eine Brieftaſche mit norddeutſchem Papiergeld. Der Arme ſetzt jedes Ding ſofort in ſeinen Werth um, denn die Noth lehrt ihn leider die Schätzung der Dinge kennen; raſch überſchlug Valentin, daß der