Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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Schritte weit das hohe Korn ſo flach niedergewandert hatten, wie das Stroh auf der Dreſchtenne liegt. Felder, durch welche Tirailleure beim Ausſchwärmen vorgegangen waren, ſahen wie verrupft oder von einem ſchweren Hagel eingeſchlagen aus. Man mußte über eine kleine Schlucht weg, die mit Brombeergeſträuch, Neſſeln und einigen Bäumen beſetzt war; hier hatten Schützen ſich feſtgeſetzt und waren erſt nach heftigem Kugelwechſel gewichen. Die Bäume ließen geknickte Zweige bis auf den Boden hängen, Patronen lagen im Graben zerſtreut, einige noch geladene Gewehre, ohne Zweifel den Händen der Todten entfallen, blinkten aus dem Graſe hervor und wurden mitgenommen; auch blutige Tücher fand man, welche Sterbende, um das raſche Verrinnen des Lebensſtromes zu hemmen, noch eine Weile auf ihre zerſchmetterten Glieder gepreßt hatten. Auf andern Plätzen waren ſchon einzelne zer⸗ ſprengte Trupps in regelloſer Flucht durchgekommen; man fand einige verlorene Patrontaſchen, Mäntel und Kopfbedeckungen. Endlich bezeichnete auf einem Kreuz⸗ wege eine im Sternenlicht dämmernde große Blutlache den Platz, wo man am Schluſſe des Gefechtes mehrere Leichen zuſammengehäuft hatte, um ſie auf einen Wagen zu laden und in das nächſte Dorf zum Friedhofe abzuführen. An dieſer Stelle ſammelte Valentin ſeine Leute und befahl den Rückweg; das nächſte Dorf war vom Feinde beſetzt, und die Wachtfeuer ſeiner Biwachten glänzten in der Entfernung von wenigen Minuten herüber.