Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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friſchem Eindrücke, gegen Heſſen und Mecklenburger errang. Valentin, deſſen Volkswehr am Tage nicht ins Feuer gekommen war, erhielt dafür den Befehl, in der Nacht einen Theil des Schlachtfeldes abzupatrouil⸗ liren und bis dicht an die Stellungen des Feindes vor⸗ zugehen. Er nahm dazu die tüchtigſten Burſche ſeiner Compagnie und begann, als der letzte Tagſchein am Weſthimmel verglomm, die ſtille Wanderung.

Das Gefecht war, wie faſt alle in dieſem badiſchen Feldzug, nicht ſehr bedeutend geweſen, obwohl doch be⸗ ſonders die Mecklenburger, durch eine Kriegsliſt mitten unter die Feinde gelockt, ſtark verloren hatten. Jeden⸗ falls boten ſich dem Blicke der Patrouille alle Züge eines Schlachtfeldes dar. Dem Gotte des Krieges ſchaut der Wehrmann ruhig und kaltblütig ins ernſte Antlitz, wenn er, die tüchtige Waffe in der Fauſt, ſelbſtthätig zur Vernichtung des Feindes vorwärts ſchreitet. Aber wenn der Kampf ausgetobt hat, wenn nicht mehr das ſpannende Lebensgefühl, die gehobene Thatkraft den Krieger beſeelt, wenn der Feind als Leiche, blaß und wehr⸗ los, mit dem gebrochenen Auge ihn zu bedräuen ſcheint dann fühlt auch der Tapferſte, welch ein menſchen⸗ ſchändender Wahnſinn der Krieg iſt!

Verwundete und Todte waren bereits während des Kampfes weggeſchafft worden; aber Spuren von ihnen blieben. Die Patrouille ſah, wenn ſie auf ſchmalen Feldwegen einherzog, wie die dort marſchirenden Ba⸗ taillone links und rechts vom Pfade vier bis ſechs