Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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durch und zeigte mit ſeinem flüchtigen Glanz dem Mäd⸗ chen das lodernde Auge des Geliebten. Dazwiſchen entlud ſich der Regen und durchbrach mit wildem Rau⸗ ſchen die ſtille Nachtſchwüle. Müde von Tanz, Glück und Sehnſucht ſaßen ſie auf der weichen Moosbank, die Welt mit all ihren Gedanken lag fern von ihnen, nur ihre Herzen wachten, ihre Lippen fanden ſich, ihre Arme umwmanden ſich.

Oeſtlich über dem Walde dämmerte ein grauer Schein, im Weſt verzuckte das Gewitter mit rothem Wetterleuchten. Da trat das Paar aus der Hütte. Margret nahm weinend den Kranz aus ihren Haaren und ſtreute ſeine welken Blumen in den Hollunderbuſch, weich und innig an den Geliebten geſchmiegt ſtieg ſie durchs Gebüſch zum Dorfe hernieder und achtete es nicht, daß die Tropfen ihr Kleid durchnäßten. Mit Schrecken ſah ſie in der Stube des Vaters ein Licht brennen; Nikola aber umfaßte ſie unter der Hofthür noch einmal mit voller Inbrunſt und jauchzender Selig⸗ keit, und ging dann die Gaſſen des Dorfes hinunter nach dem Schultheißenhauſe.

Der jüngſte Bruder machte der Margret die Haus⸗ thür auf.Aber du bleibſt lange, ſagte er,der Vater liegt oben auf dem Bett; es iſt ihm ſeit geſtern Abend nicht recht, und wir haben ſoeben den Großknecht auf dem Falben nach dem Doktor geſchickt. Geh herauf zu ihm, ich mache jetzt in der Küche geſchwind Feuer and dann kochſt du ihm einen Hollunderthee.