Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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Dorf die letzten Paare, und kommen gar vor Anbruch des Wetters heim.

Dann laß uns den nächſten Weg gehen durch den Buſch, antwortete Nikola, dort haben wir auch eher Schutz als auf dem Felde.

Sie ſchlugen den kleinen Waldweg ein; er ging ſteil abwärts, und Nikola hielt ſtützend den Buſen Margrets an ſein wildes Herz gepreßt, während ſeine Wange auf ihrer heißen vollen Schulter ruhte. Es war eine furcht⸗ bar ſchwüle Juninacht, Johannisfünkchen gaukelten zwiſchen den dunkeln Sträuchern, kein Laut klang in dieſe träumende Stille herüber. Aber die Wetterwolke zog ſchwarz und ſchwärzer über ihr Haupt, und fern überm Walde hörten ſie ſchon das laute Platſchen des Regens, der auch ihnen raſch näher drang. Es iſt unmöglich, ſagte Nikola, wir zwingens nicht bis nach Hauſe. Komm in das Mooshüttchen auf dem Vogelherd, das liegt ganz nahe hierbei in meinem Buſch. Damit zog er ſie durchs pfadloſe Gebüſch, ſie zitterte, als ſie ihm folgte, und wußte nicht, warum.

Die Hütte nahm ſie auf: Moos, Wald und Wetter woben eine dichte undurchdringliche Nacht um ſie her. Im Hollunder vor dem Pförtchen ſaß die Nachtigall und ſchlug, wie bange vor dem Wetter, ihre tiefſten, bebendſten, erſchreckendſten Klänge; durch die kleinen Fenſter ſtreckte üppiges Geißblatt ſeine Blüthenſträuße herein und füllte die Hütte mit berauſchendem, ſinn⸗ verwirrendem Duft; ein Johannisfünkchen ſchwebte hin⸗