Thales reift, rann in die Kelchgläſer. Nikola trank mit Allen, und auch Margret mußte ſtärker Beſcheid thun als ſie wünſchte. Die Mädchen brachten ihr einen Kranz, die Burſche dem Nikola einen Roſenſtrauß mit Bändern ins Knopfloch. Der Walzer begann von neuem, von den beiden ſchlanken, ſtolzen Geſtalten er⸗ öffnet. Und nun ergoß ſich auch durch ihre Adern die ungebändigte Lebensluſt; bis über die Mitternacht hin⸗ aus wurden Nikola und Margret nicht müde, in jedem neuen Tanz ſich wieder zu umſchlingen und Herz an Herz ſchlagen zu hören.
Als die Hähne aus den Thälern die Mitternacht anzeigten, gingen die meiſten Burſche mit ihren Mäd⸗ chen heim. Nikola, weil er den Wirth machte, mußte der letzte ſein, und ſuchte manches Paar durch Zutrinken noch feſtzuhalten. Als die Muſikanten ihre Geigen in die Ecke geſtellt und ſich auf die Streu gelegt hatten, als nur der Wirth noch ſchlaftrunken hinter dem Schenk⸗ tiſch ſaß, brach auch er mit ſeiner Braut auf Vor das Zelt getreten, ſahen ſte den Himmel von einer plötzlich aufziehenden Wetterwolke dunkel, ein paar ſchwere Tropfen fielen herab, eine matte Schwüle lag über dem Walde. Nikola meinte, ſie ſollten den Regen noch unterm Zelt abwarten. Aber Margret war bange wegen des ſpäten Ausbleibens und mochte ſich keinem Gerede ausſetzen, da man wußte, daß ſie mit Nikola allein zurückgeblieben war. Sie drängte alſo zum Fort⸗ gehen; vielleicht, ſagte ſie, erreichen wir noch vor dem
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