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der Muſikanten ſpringen ließ, der feurige Wein von Altenahr, den er preisgab, und die friſche ſommerliche Lebensluft des Gebirges entzündeten bald den wildeſten Tanz. Nach dem erſten Walzer zog Nikola ſeine Mar⸗ gret aus dem Zelt, ſie gingen unter die Kirſchbäume beim Saume des Waldes, umfaßten ſich mit Inbrunſt und wechſelten ihre Küſſe. Es waren die erſten Küſſe, die ſie gaben und empfingen— die erſten, welche ver⸗ dienen, Küſſe zu heißen. Sie ſind gefährlich und ver⸗ hängnißvoll. Margret fühlte ein leiſes Beben in allen Gliedern, ſie ſpürte ihr Blut raſch und heiß aus dem Herzen in die Wangen ſtrömen; ſie faßte Nikola an der Hand und führte ihn wie im Spiele unter Plaudern und Koſen zu dem Tanzreihen zurück.
Dort unter dem Zelt fanden ſie ein wildes Leben: die Mädchen glühten wie Pfingſtroſen, die Burſche athmeten tief vom Tanze auf. Als das Paar wieder eintrat, blieſen die Muſikanten, wie es verabredet war, Tuſch, und Alles rief laut und fröhlich mit erhobenen Gläſern: Unſer Herr Bräutigam, des Schultheißen Nikola, ſoll leben, und ſein Bräutchen, des Schöffen Margret, auch daneben! Erröthend nahm Margret, lachend Nikola den Glückwunſch an. Die Burſche woll⸗ ten ihm ihre Gläſer zubringen, er aber rief: Wartet ein wenig, mein Verlöbniß muß in Walporzheimer ge⸗ trunken werden! 2
Der dunkelglühende, ſtarke Sohn der Ahrtraube, wie er auf den heißeſten ſchwarzen Schieferfelſen des


