Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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des Maſtes und in weitem Bogen ſprangen die Trüm⸗ mer des Vogels zerſpällt auf die Köpfe der Zuſchauer herab.

Wenn bis dahin die Herzen der Männer in Span⸗ nung geweſen, ſo kam nun das Zittern an die Mädchen. Keines hatte mit Nikola ein heimliches Verſtändniß, keines durfte ſich Hoffnung machen, und doch konnte kein Zweifel ſein, daß die, welche er zur Königin nähme, auch die Erwählte ſeines Herzens ſei. Aber als wäre das eine längſt beſchloſſene und abgemachte Sache, ging Nikola, die Büchſe über die Achſel hängend, drüben zum Waldraum hinauf, umfaßte Margret, gab ihr einen herzhaften Kuß und führte ſie als Königin auf den Schützenplatz. Die andern Burſche wählten eben ſo raſch ihre Dirnen, die Muſtkanten ſetzten ſich in Marſch, und man zog zu dem eine gute halbe Stunde weiter auf einem ſchönen Berge aufgeſchlagenen Schützen⸗ zelt, wo Alles zum Reihentanz eingerichtet war.

Margret ging ſelig und ſtolz an der Hand ihres Nikola, und ehe man noch oben anlangte, wurde auch bereits ein feſterer Bund zwiſchen beiden jungen Herzen geſchloſſen, die ja ſchon von der Wiege an ſtill mit einander verwachſen waren.

Den Meiſten kam es ganz gelegen, daß eben Nikola den Königsſchnß gethan hatte. Er war ſo reich, daß er nicht zu ſparen brauchte, und übernahm alsbald die Zeche für die ganze Geſellſchaft der Schützen und ihrer Mädchen. Die blanken Thaler, die er in die Mützen