tagsrindfleiſch aß, und noch ſtand die Sonne mitten am Himmel, als gegen den monſtröſen hölzernen Vogel, deſſen Gleichen auch Raff's Naturgeſchichte nicht kennt, das muntere Pfeifen der Büchſenkugeln begann. Glückliche Schüſſe fegten den Schwanz, die Flügel und zuletzt auch den Kopf weg; ein lautes Triumph⸗ geſchrei der Jugend folgte jedem herabſplitternden Theile, und die kleinen Jungen balgten ſich um die Holzſpäne. Aber der Rumpf, obwohl am Ende klein wie eine Hand und ganz ungeſtalt von Streifſchüſſen, haftete noch auf dem letzten ſtarken Nagel. Die Entſcheidung konnte jetzt jeder nächſte Schuß bringen, die heiße Spannung der Schützen gab ihnen eine vorher ſeltene Sicherheit im Zielen, und oft zitterte der Vogel, wenn die Kugeln dicht unter ihm gegen den eiſenbeſchlagenen Maſt prallten. Dem Nikola bebte die Büchſe in der Hand; krampfhaft zählte er die Schützen, die noch vor ihm an der Reihe waren, der letzte hatte den Nagel krumm geſchoſſen, an welchem das kleine Holzſtück jetzt wie an einem einzigen Splitter im Winde ſchwankte. Da ſpannte Nikola den Hahn, trank ein großes Glas des beſten Ahrweins, drückte den Hut feſter in die Stirne und warf unter der Krempe einen Blick auf Margret herüber, die gerade vor ihm am Waldabhang unter andern Mädchen ſtand. Alsdann ſchritt er zum Schützenſtand, legte an und wartete einen Augenblick ab, als der Abendwind den Vogel nicht mehr ſchaukelte. Jetzt ſchoß er, der Nagel fuhr zerbrochen aus der Spitze
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