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ins Jungfernalter traten, ſtädtiſche Hüte, Umſchlag⸗ tücher und Sonnenſchirme, und eine reiche Bäuerin ſchickte die ihren gar auf ein Jahr in eine Penſion zu Profeſſoren⸗ und Kaufmannstöchtern:„damit ſte doch ſich unterhalten lernen,“ wie die Mutter ſagte. Das hätte der Schöffe nie gelitten und Margret hätte es nie gewollt. Im Sommer führte ſie mit den Mägden die Sichel und den Melkeimer, im Winter ſpann ſte. Obwohl ſie Sonntags unſere beſten Schriftſteller las und ſie beſſer verſtand als die ſtädtiſchen Nähmädchen, redete ſie doch mit Jedermann den derben Dialekt, an welchem die Rheinländer ſo feſt halten. Auch ihre Tracht blieb die ländliche; nur auf den Reihen und am Feſt⸗ tag trug ſie den koſtbaren aber immer der Dorffitte gemäßen Putz, wie man ihn am Rhein bei reichen Halfenstöchtern ſieht. Es iſt eine kleidſame Tracht: das Haar wird vorne ſchlicht geſcheitelt, nach hinten aber heruntergekämmt, und dann über den Kopf in rundem, auf dem Nacken liegenden Wulſt wieder her⸗ aufgeſchlagen. Eine große eckig gebogene Goldſpange ſitzt auf beiden Schläfen auf und trägt auf dem obern Bügel die weiße, nur das Hinterhaupt bedeckende Haube von klarem Stoff, mit der koſtbaren Spitze, welche handbreit um Stirn und Wangen flattert. Das Kleid fällt lang und faltig an den Hüften herunter, ein Spitzentuch liegt über Schultern und Bruſt; lange Handſchuhe decken den untern Theil des vollen, vom Sommerbrand gerötheten Arms. Man findet in dieſem


