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Bauern hatten Söhne zum Studiren beſtimmt, mehrere Frauen wünſchten ihren Kindern ſtädtiſche Erziehung zu geben. Der Schöffe erbot ſich den künftigen Lehrer in Koſt und Wohnung zu nehmen, ſchen weil er ſich freute dadurch manche Stunde Geſpräch mit einem ge⸗ bildeten Manne zu gewinnen: die andern Familien ſollten ein kleines Schulgeld erlegen, das, als man hernach die Köpfe der angemeldeten Schüler zählte, dreimal ſo groß war, als das Salair, womit der Adel ſich ſeinen erſten Bedienten unter dem Namen eines Hauslehrers ins Haus zu miethen pflegt.
Als dies feſtſtand, ging der Schöffe ſelbſt in die nahe Univerſitätsſtadt, fragte einen zufällig begegnenden Studenten nach dem allerbeſten Profeſſor, den ſie an der Univerſität für die Sprachen hatten, und ging fri ſchweg auf deſſen Haus zu. Der berühmte Philolog, zuem er dort geführt wurde, ſah den Mann im Linnen⸗ kittel erſt erſtaunt an bei der Bitte, ihm den wackerſten ſei er Studenten als Bauernhauslehrer zu empfehlen; als er ihn aber ſeinen verſtändigen Plan in klarer, einfacher Rede darlegen hörte und zuletzt mit Staunen den Betrag des angebotenen Einkommens vernahm, da nannte er ſogleich einen höchſt tüchtigen Jüngling, der eben bei Beendigung ſeiner Studien noch unverſorgt war, und ſchon am Abend wanderte der egoff mit dem neuen Lehrer ſeiner Heimath zu.
Die Wahl war gut getroffen. Der Lehrer war auf der Univerſität ein kräftiger Demagog und Turner


