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vernachläſſigt worden; der Mann, der mit ſeinem Geiſte die amerikaniſchen Verhältniſſe überblickte und ſeine ganze Umgebung beherrſchte, hatte als Kind nicht ſchreiben gelernt und ſpäter nur mühſam die Fähigkeit ſich erworben Geſchriebenes zu leſen und ſeinen Namen mit ſteifer Hand hinzumalen. Und doch liebte er, und ſo auch die verſtorbene Mutter, dieſe Margret vor allen Kindern, zuletzt im Alter, nachdem das vorhergehende Kind ſchon acht Jahre alt, war dieß Neſthäkchen wie eine ungehoffte Weihnachtsfreude den Eltern noch ge⸗ ſchenkt worden. Früh ſchon anſtellig und dem Vater nachſchlagend zeigte ſte auch für Anderes als Spinnen und Nähen Sinn, und der alte Schulmagiſter fand, als ſie zehn Jahre alt war, daß ſie von ihm nichts mehr lernen könne, obwohl er ſich wohlweislich hütete davon ein Wort zu ſagen.
Trotz dem ſah der kluge Schöffe ſehr bald ein wie es damit ſtand: es verdroß ihn daß ſein Mädchen noch bis zur erſten Communion auf den Schu inken ſitzen ſollte, ohne davon etwas im ſpäteren Leben Förderliches zu gewinnen. Er ſann ſich einen Plan aus und griff zur Ausführung. Theils beim Wein im Wirthshaus, theils im Geſpräch mit den Frauen der reichern Ge⸗ meindeleute verfolgte er ihn: er wußte ein Dutzend Fa⸗ milien für ihn zu gewinnen. Es ſollte nämlich ein ſtudirter Mann auf ein paar Jahre in's Dorf gezogen werden, um etwa zwanzig Kinder in demjenigen zu unterrichten, was die Dorfſchule nicht leiſtete. Manche


