Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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große Auswanderung nach Amerika an, welche noch jetzt von jenen Gegenden abſtrömt. Die beiden älteſten Söhne gingen, trotz den Thränen der Mutter, mit einer mäßigen Geldſumme nach Michigan, die beiden nächſten in der Reihe folgten zwei Jahre ſpäter mit der ältern Schweſter und einem bedeutenden Nachſchuß von Geld. Hierfür mußte er einen anſehnlichen Theil ſeiner Ländereien veräußern, aber er ließ ſich auch von den Abziehenden, deren Schickſal er ſo geſichert hatte,

einen ſchriftlichen Revers ausſtellen, daß ſie nach ſeinem 4

Tode keinen weitern Anſpruch ans Erbgut machen wollten. Wirklich ging es den jungen Leuten in Amerika vor⸗ trefflich, da ſie Fleiß, praktiſchen Blick und ein Be⸗ triebskapital vom Vater mitgebracht hatten. Die Söhne konnten in jedem Briefe Beſſeres von ihrem Haus⸗ und Viehſtand melden, das Mädchen, durch Schönheit und eine in Amerika ſeltene Bildung ausgezeichnet, hatte einen der reichſten Pflanzer aus dem Süden geheirathet und aad achtzig Sklaven und Sklavinnen.

Und ſo gelang es ihm auch mit den zu Hauſe ge⸗ bliebenen Kindern trefflich. Zwei Söhne verheiratheten ſich in reiche Häuſer, dem letzten, jüngſten wurde das väterliche Haus und Gut beſtimmt. So blieb nur noch die kleine Margret übrig; ſie war noch ein Kind, als nun ihre Mutter nach kurzem Krankenlager ſtarb.

Hier fühlte nun der Vater daß ſein Wiſſen nicht us eiche für alles Feinere, was Frauen lernen können und lernen ſollten. Ihm ſelbſt war ſeine Jugend