Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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Maßregel im Gemeinderath oder auch im Wirthshauſe vortrug, ſo war Alles ſtill, dem klaren, ſcharfen Auge, den ruhig hingeſtellten Gründen, der beredten prakti⸗ ſchen Ausführung ſeiner Vorſchläge vermochte auch kein Gegner zu widerſtehen, und er war im Geiſte der Fürſt ſeines Kreiſes, obwohl an äußerer Stellung und an Reichthum der alte Schultheiß noch über ihm ſtand. Jenen Schatz von Kenntniſſen uun, dem er ſein Lebensglück dankte, wollte er um jeden Preis auch ſeiner ganzen Familie ins Leben mitgeben. Er hatte neun Kinder und ſah alſo voraus, daß von ſeinem Erbe auf jedes doch nur ein kleines Theil fallen werde, daß ſie alſo gleich ihm wieder unten anfangen müßten, wenn ſie es in der Welt zu etwas Rechtem bringen wollten. Die Sühne nahm er ſelbſt in ſeine Schule, gewöhnte ſte von früh auf an eigenes kräftiges Zugreifen bei der Feldarbeit, führte ſie ſchon als Knaben mit auf die Jagd und theilte ihnen alle Vortheile mit, gie ſich dem Landleben und der allnährenden Erde abgewinnen laſſen. Dann mußten ſie, die Kinder eines wohlbegüterten Landmannes, dennoch ohne Ausnahme für ein paar Jahre als Knecht auf großen Gütern bei tüchtigen Guts⸗ beſitzern eintreten: denn beim Militär hatte der Alte gelernt, daß nur wer vortrefflich gehorchen gelernt hat, hernach vortrefflich zu befehlen verſteht. Dann aber, mit klugem Blicke die zu große Zahl der Bevölkerung in einem rauhen, wenig ergiebigen Lande wägend, ſchloß er ſich, einer der Erſten, mit Rath und That an die