Teil eines Werkes 
[2. Theil] (1851)
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verſtändigen Blicke, der dem rheinfränkiſchen Stamme eigen iſt, Menſchen und Sitten beobachtet. Ueberall fand er daß Kenntniß Macht gibt, und als er mit einem zerſchoſſenen Arme, aber ſonſt noch rüſtig in ſein väterliches Dorf zurückkehrte, ein Weib nahm und ſein kleines Erbgut zu bewirthſchaften anfing, da wandte er Alles was er geſehen und in achtſamem Herzen be⸗ wahrt hatte, auf ſein Arbeiten an, nicht in dem neuern⸗ den Geiſte halber Bauernbildung, der Alles verſucht und gleich wieder aufgibt, bevor es ſich als nützlich hat bewähren können, ſondern mit beſonnener und ge⸗ duldiger Prüfung. Zum Staunen des Dorfes trat er, der ſchlichte Mann vom Pfluge, in einen benachbarten Verein reicher und gebildeter Grundbeſitzer ein, der eben damals zur Aufbeſſerung der ſchmählich vernach⸗ läſſigten Landwirthſchaft jener Gebirge zuſammentrat; gern nahmen ihn die Theoretiker auf, die von ſeinem ſichern Blichund ſeiner verſtändigen Erfahrung vieles lernten, während dagegen er von ihnen die Reſultate der neuern Wiſſenſchaft für den Landbau empfing und ſogleich benützte. In fünfzehn Jahren ſtand der Mann, der ſo klein angefangen hatte, bloß durch die Macht des Verſtandes unter den wohlhabendſten Leuten ſeiner Gemeinde da, und die erſt über ſeinen neuen Bebauungs⸗ weiſen und die wunderlichen Beſſerungen und Futter⸗ kräuter lachend den Kopf geſchüttelt, beeiferten ſich jetzt

von ihm zu lernen. Man wählte ihn zum Schöffen,

und wenn er ſeine Meinung über eine gemeinſchaftliche