Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1846)
Entstehung
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ſich nun in großer Noth; doch ließen ſie ihren Feinden keine Zeit, ſich zu formiren; eine Abtheilung griff die⸗ ſelben mit dem verzweifeltſten Muth an und verhinderte ſte dadurch, der Ausſchiffung der anderen Truppen zu Hülfe zu kommen.

Die patriotiſche Bande wurde ſehr ſchnell kleiner; ſelbſt die Kühnſten von ihnen hofften nur noch ihr Leben ſo theuer als möglich zu verkaufen; der Strand war bereits mit ihren Leichen überſät; die reinen Waſſer des Oceans waren durch Menſchenblut dunkelroth gefärbt. Sie dachten an ihre Frauen und Kinder, und ſuchten ſich noch wenigſtens ehe die Reihe zu ſterben an ſie kam, zu rächen.

Das Bild ſeiner jungen Frau trat auch Thaddeus vor die Seele, und indem er ſie der Sorge des Himmels anempfahl, focht er tapfer mit erneutem Muthe an der

Seite ihres Bruders. Als alle Hoffnung verſchwunden war, hörte man plötzlich von den Bergen her ein Ge⸗ ſchrei, welches das Knallen der Musketen, den Donner der Kanonen und das Klirren der Säbel bei weitem übertönte. Man ſah eine zahlreiche Bande aus dem Walde heraus kommen und gegen den Kampfplatz herab⸗ jagen; an ihrer Spitze war eine Frau, die einen glän⸗ zenden Säbel in der Hand ſchwang. Es war die ver⸗ wittwete Zara, die eine Bande von Bauern gegen die NRuſſen anführte, die ſich vor der Wuth ihres Anlaufes zurückzogen; und ihr Geſolge hieb ſodann die Feinde auf allen Seiten nieder. Ihr Leben ſchien bezaubert, denn ſie achtete gar nicht auf ſich ſelbſt, ſtürzte ſich überall in das dichteſte, verzweifeltſte Gefecht, rief ihrem Gefolge Muth zu, und führte mit ihrem zarten Arme tödtliche Streiche um ſich her.

Auf einer langen Strecke längs der Küſte entſpannen ſich eine Menge einzelner Kämpfe, wo immer ein Boot zu landen und ſeine Truppen auszuſchiffen verſuchte; diejenigen, welche zurückgelaſſen wurden, während die

Boote zurückkehrten, um Verſtärkung zu holen, wurden