Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1846)
Entstehung
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181 und rückten von neuem vor. Als der Kiel des vorder⸗ ſten Schiffes an den Strand ſtieß, riefen Selem und der Hadji ihren Kameraden zu, zogen die Saͤbel und ſturmten mit verzweifelter Wuth auf den Feind ein. Ehe der erſte Ruſſe Zeit hatte, einen Fuß ans Land zu ſetzen, fiel er ſchon blutend in die See.

Eines nach dem anderen von den vorderſten Booten, welche nach und nach ankamen, wurden mit der gleichen verzweifelten Tapferkeit empfangen, und als die lebloſen Körper ans Ufer geworfen wurden, bildeten ſie einen Wall gegen das Feuer der nachfolgenden. Der Feind folgte immer in ununterbrochener Reihe, wie Welle auf Welle, gegen den Strand; Selem und ſeine Freunde empfiengen ſie jedoch mit ſolcher heldenmüthigen Tapfer⸗ keit, daß der erſte Theil des Detaſchements vollkommen zernichtet wurde, und der Reſt halten mußte, bis mehr Boote von den Schiffen ankamen.

Für die Tſcherkeſſen war es jedoch ein furchtbarer Kampf, ihre kleine Bande einer ſo überlegenen Macht entgegenzuſetzen, um ſo mehr, da man am Bord der Kriegsſchiffe, als man den kräftigen Widerſtand erblickte, anfteng, auf Freunde und Feinde gleich zu feuern. Ob⸗ gleich jedoch viele von den Patrioten gefallen waren, fochten ſie immer noch furchtlos. Als jedoch die hinteren Boote aufgerückt waren, rückten ſie alle in einer ſehr ausgedehnten Linie vor, und es gelang wirklich einer Abtheilung des Feindes zu landen, ehe man ſich ihnen widerſetzen konnte. 4

Als der Hadji ſie erblickte, rief er:Allah! Allah! Nieder mit den Feinden Tſcherkeſſiens. Keiner ſoll hier Fuß faſſen. Allah! Allah! Und indem er mehreren ſeiner Gefährten zurief, machte er einen furchtbaren An⸗ griff auf ſie; ungeachtet ihrer äußerſten Tapferkeit wurden ſie jedoch wieder auf den Hauptkampfplatz zurückgetrieben, und von dem nachfolgenden Feinde hart gedrängt. Mitt⸗ lerweile war auf der anderen Seite eine neue Abthei⸗ lung von Truppen gelandet. Die Tſcherkeſſen befanden