Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1846)
Entstehung
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Häuptlingen begleitet, und überall mit der größten Ach⸗ tung aufgenommen.

Die, welche ſich von der Gefahr eines Angriffs der Ruſſen frei hielten, wurden beſtimmt aufgemuntert, ihren Landsleuten in mehr ausgeſetzten Diſtrikten beizuſtehen; und andere, welche die Verzweiflung dahin gebracht hätte, um Frieden mit ihren übermächtigen Feinden zu bitten, wurden dahin vermocht, ihr Land bis auf den letzten Mann zu vertheidigen. Viele gaben freiwillig das Ver⸗ ſprechen, der Standarte Arslan Gherrei's beizutreten, ſo wie er ſie erheben würde, zu welcher Expedition er es immer für räthlich erachten mochte.

Der Hadji Guz Beg begleitete ſeinen Freund be⸗ ſtändig auf dieſen Reiſen, und ſeine begeiſterten Ermah⸗ nungen trugen ſehr viel zur Aufregung des Volkes bei. In ſeiner eigenen Wohnung blieb er ſo wenig als nur möglich, denn er konnte es nicht ertragen, das laute und beſtändige Jammern ſeiner Frau zu hören, und den tiefen Schmerz ſeiner Zara zu ſehen..

Dieſes arme Mädchen war immer noch unfähig, etwas zu thun; nichts, was um ſie her vorgieng, konnte ſie anregen; ihre Gedanken hiengen immer nur an ihrem verlorenen Alp. Man dachte endlich, eine Aenderung des Orts, die Neuheit der See, in deren Nähe ſie nie geweſen war, und die zärtlichen Umarmungen ihrer frü⸗ heren Freundin werden ſie aus ihrem Stumpfſinne auf⸗ rütteln. Ina empfieng die junge Wittwe mit aufrichtiger Herzlichkeit, konnte aber ihre Thränen nicht zurückhalten, als ſie die gegenwärtige Melancholie derſelben mit ihrer früheren, außerordentlichen Heiterkeit vergliech, da ſie als Braut ihr entriſſen wurde; ihre jungen Hoffnungen waren zernichtet, und er, den ſie liebte, lag in ſeinem frühen, blutigen Grabe. 1

Die zärtlichen Bemühungen Ina's waren kaum im Stande, ſie aus ihrer apathetiſchen Gleichgültigkeit gegen alle irdiſchen Angelegenheiten aufzurüttetn; Zara erwie⸗

Der Tſcherkeſſen⸗Häuptling, III. 12