Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1846)
Entstehung
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ſeine Tochter zu verhindern, daß ſie die Religion ihres Gatten annahm, beſonders, als Selem es unternahm, ihm zu erklären, wie ſehr die Bande der Ehe in dieſer Religion geheiligt werden, und wie viel höher ſie durch dieſelbe geſtellt werde, als wenn ſie die Frau eines der eingeborenen Häuptlinge geworden wäre. Der Häuptling bewunderte dieß ſehr in der Theorie, glaubte aber, daß es ſeine Landslente im Allgemeinen nicht billigen werden; denn es gab zu viel Macht in die Hände derjenigen, welche man als Eigenthum zu betrachten gewöhnt war; dieſes mußten ihre Herrn und Gebieter ſogleich verlieren, ſo bald das ſchöne Geſchlecht einſah, daß es die gleichen Rechte und Freiheiten hatte.

Das junge Paar genoß eine Zeit lang das äußerſte Glück, wie es nur den vom Schickſal am meiſten Be⸗ günſtigten auf der Erde zu Theil wird. Sie waren wahrhaft glücklich in ſich ſelbſt, und in ihrem gegen⸗ wärtigen Looſe; denn ſie dachten nicht ſie wollten nicht daran denken, welche Veränderung die Zukunft bringen konnte. Jeden Tag glaubten ſie gegenſeitig einen neuen Reiz zu entdecken, um ſich noch mehr zu lieben. Nach ihrer Hochzeit waren ſie in das Haus in der Nähe des Sees zurückgekehrt, wo wir unſeren Leſern zuerſt Ina vorgeſtellt haben; und oft wandelten ſie miteinander das Thal hinab, an das Ufer der tiefen, blauen See, welche ruhig und lieblich zu ihren Füßen lag. Wenn ſie die durchſichtigen Wogen derſelben betrachteten, dachten ſie nicht, daß dieſe verrätheriſche Oberfläche ganze Hor⸗ den ihrer Feinde bringen werde.

Selem beſuchte ſie immer, wenn er ſich von ſeines wichtigen Geſchäften losmachen konnte, um Zeuge ihres Glückes zu ſeyn; er machte mit ſeinem Vater viele Reiſen, durch alle Theile des Landes, um die Lauen anzutreiben, die Schwachherzigen zu ermuthigen, und zu beſtimmen, den Eid der Freundſchaft zu den Patrioten und ewiger Feindſchaft gegen ihre Feinde zu leiſten. Wohin ſie mmer giengen, wurden ſie von anderen einflußreichen