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Wir müſſen uns nun ſchnell dem Schluſſe unſerer Erzählung nähern.
Die Bäume trieben von neuem Blätter; die Felder waren mit Blumen überſät; die Vögel ſangen in den Wäldern und die ganze Natur trug das Gepräge neuer Thätigkeit und neuen Lebens. Der Winter war vorüber. Die Tſcherkeſſen an der Gränze gürteten ihre Schwerter um und hiengen ihre Gewehre über den Rücken, wenn ſie auf ihre Felder giengen, um Korn einzuſäen, um jeden Augenblick bereit zu ſeyn, einem Einfalle der Feinde zu widerſtehen. Banden von Kriegern bewegten ſich gegen die Gränzen, um in Bereitſchaft zu ſeyn, die Ruſſen überall zurückzuſchlagen, wo ſie auch ihren erſten Angriff machen würden; und in allen Richtungen hin galoppirten Boten durch das Land, um Nachrichten von einem Häuptlinge zum anderen zu bringen, entweder über ihre eigenen Plane oder über die Bewegungen des Feindes. Unter den Truppen am Kuban war eine große Thätig⸗ keit bemerkt worden; man hatte alle ruſſiſchen Garni⸗ ſonen verſtärkt; doch war es nicht möglich, zu ſagen, was ihre Abſicht war.
Der neue Frühling ſah auch das Glück von Ina und Thaddeus vervollſtändigt; der Häuptling verweigerte auch ſeine Zuſtimmung nicht, daß Selem ſeinem Freunde ſo viel Vermögen übermachte, als er nöthig hatte, um den Rang ſeiner Braut behaupten zu können. Auch fand man einen polniſchen Prieſter, der die Ceremonie nach den Vorſchriften des Chriſtenthums vollziehen konnte; dieſer Verbannte war erſt kürzlich mit vielen ſeiner Landsleute nach Tſcherkeſſien[gekommen, wo ſie ſicher waren, von denen, welche ihr Unglück und ihre Leiden ſo wohl zu würdigen wußten, eine gute Aufnahme zu finden.
Selem hatte alſo die Genugthuung, ſeine Schwe⸗ ſter nach der Form getraut zu ſehen, die er für noth⸗ wendig erachtete, um ſie den Händen ſeines Freundes zu übergeben. Arslan Gherrei war zu tolerant, um


