170 Sein Vater vom Feind war umringet, Der Sohn eilt zur Rettung herbei;
Die Feinde er bald auch bezwinget,
Doch er fällt als Opfer der Treu. Beweinet den Ruhm unſrer Lande,
Den Braven, der niemals gefloh'n; Beweint um den Führer die Bande,
Den Vater um ſolch' einen Sohn.
Er war im Gefechte vor Allen,
Im dichteſten Kampfesgewühl,
Und Hunderte waren gefallen
Durch ihn, eh' er ſelbſt endlich fiel.
Hier ruht nun der wackere Krieger,
Der ſelbſt als der Tod ihn abrief
Sein Banner nicht ließ, und als Sieger In dieſes gehüllet einſchlief.
Sein Schwert auch, den treuen Gefährten, Hielt ſeine Hand ſtarr noch umfaßt, Drum ſollen mit ihm in der Erden
Sie finden nun Ruhe und Raſt.
Beweinet ihn, dem wir hier betten; Geheiliget ſey dieſer Ort,
Ein Sklave mög' nie ihn betreten,
Sein Geiſt ſelbſt ſey Wächter und Hort. Der Name des trefflichen Jungen Geprieſen ſey ſtets und verehrt!
Denn wer, den die Barden beſungen
War jemals des Nachruhms mehr werth?
Die Mädchen des Stammes ſelbſt trauern, Die Braut erſt— wer kennt ihren Schmerz! Sie iſt in der That zu bedauern
Des Geliebten Verluſt brach ihr Herz.
Sein Leichnam ruh' ſanft in der Erde,
Sein Geiſt, Krieger, erbe auf Euch Damit Euer Leben einſt werde, Euer Tod auch dem Seinigen gleich.


