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Waſſerfall bildete, dann ſchnell weiter rieſelte über meh⸗ rere Felſen hinabſtürzte hierauf in ein weiteres Thal floß und ſich endlich in einen kleinen See mündete.
Das Mädchen gieng mit ihrem Diener an der Seite deſſelben hin, über die weichen ſanften Kräuter, welche das zurückweichende Waſſer ſtehen ließ, und fieng an die felſige Seite des Thälchens zu erſteigen, auf deren Gipfel nun verſchiedene wohlriechende Kräuter und Blumen bluͤh⸗ ten. Ein heller heiterer Himmel verſchönerte noch die Gegend, und die Luft war mit den köſtlichſten Wohl⸗ gerüchen ganz geſchwängert. Ohne an die Schwierig⸗ keiten zu denken, die ſie überwanden, und ohne Furcht vor den ſteilen felſigen Wegen, kletterten ſie immer wei⸗ ter von Fels zu Fels, indem ſie ſich an Geſträuchen und Stauden hielten, bis ſie endlich eine Plattform er⸗ reichten, auf der ſie anhielten um das breite ſchöne Thal, in welches das kleinere Thal mündete, zu be⸗ trachten.
Unter ihnen war das freundliche Dorf zwiſchen ſchönen Baumgruppen, mit ſeinen Maierhöfen, Scheu⸗ nen, Viehſtällen und Baumgärten. In geringer Ent⸗ fernung am Ufer des Stroms war die ländliche an⸗ ſpruchsloſe Moſchee von deren Minaret herab der Muezzin alle gläubigen Muſelmänner zum Abendgebet rief. Dort ſah man Hirten, die ihre Schafheerden von den Berg⸗ weiden in ihre Ställe trieben um ſie vor wilden Thieren zu ſchützen. Das Vieh brüllte auf dem Weg in ſeine Ställe, und die Dorfmädchen trillerten heitere Lieder, während ſie ihre Kühe melkten. Die Vögel ſangen auf allen Felſen und Zweigen; die ganze lebende Natur ſchien ruhig und zufrieden.
Der Page ſtörte Ina in ihrer Betrachtung der Gegend.
„Fräulein,“ ſagte er,„wir ſollten uns jetzt auf den Weg machen nach Hauſe zu gehen; der Weg iſt ſteil und ſchwierig, und die Schatten des Abends wer⸗ den uns überraſchen ehe wir das Thal erreichen können.“
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