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Die Krieger umfaßten den Griff ihrer Schwerter; ihre Augen flammten, ihre Bruſt hob ſich bei dem Ge⸗ ſange des Barden; die Wirkung war ſo, daß ſie aus der obigen, mageren Beſchreibung ohne die Begleitung der reichen, wohltönenden Stimme des Sängers und der ſchönen Accorde ſeines Inſtrumentes ſchwer zu erklären wäre.
Es folgten noch verſchiedene andere Barden, die verſchiedene Themas für ihren Geſang wählten. Wenn ſte die heroiſchen Thaten ihrer Krieger beſchrieben, waren ihre Töne ſtark und begeiſternd. Wenn ſie den frühen Tod derer beſangen, die durch das Schwert der Feinde fielen, wurde ihre Stimme ſchwach und klagend. Wenn ſie die Schönheit eines Mädchens be⸗ ſangen, die ſich durch Liebenswürdigkeit vor ihren Gefähr⸗ ten auszeichnete, wurde ihre Weiſe ſanft und ſchmelzend.
Als das Bankett beendigt war, ſtanden der tapfere Hadji und ſein Bruder Achmet Beg auf, um weiter zu reiſen, denn ihre Heimath war nicht mehr ſehr ferne, und die Frau des Hadji erwartete die Rückkehr ihres Gemahls mit großer Spannung, obgleich der alte Krie⸗ ger nicht daran dachte, ſich einen Tag Ruhe zu gönnen, ſondern verſprochen hatte, am nächſten Morgen bereit zu ſeyn, um die anderen Häuptlinge auf die Bänke des Ubin zu begleiten. 8
Als man den jungen Alp ſuchte, war er nirgends zu finden; er hatte ſich ſchon frühzeitig vom Feſte weg⸗ geſtohlen. 1
„Dein wackerer Sohn war in der letzten Zeit ein beſtändiger Beſucher hier,“ ſagte der ehrwürdige Wirth zu Hadli.„Der Jüngling hört gerne meinen Erzäh⸗ lungen von unſeren Kriegen mit den Urus zu. Er wird ganz in Deine Fußſtapfen treten, edler Hadji, und ich liebe ihn ſehr. Ich weiß nicht, ob es ſo iſt; öfters ſcheint es mir aber, daß er eine Neigung für meine Zara gefaßt hat; und wenn Du mit einverſtanden biſt, mein Freund, ſo ſoll er ſie heirathen.“
„Es iſt jetzt nicht die Zeit, für den Jungen eine


