Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1846)
Entstehung
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Erobert, unterjocht mit blutbefleckter Hand

Und ſeine braven Söhn' zu Sklaven dann gemacht. Drum laſſet ſterben uns, wie unſre Ahnen ſtarben, Durch deren muth'gen Tod die Freiheit wir erwarben.

Bedenket, daß der Kampf für unſrer Väter Heerd,

Für unſre Heimath iſt, dieß ſchöne Heiligthum,

Daß unſre Väter hier den Feind ſchon abgewehrt, 5 Und daß ſie unbeſiegt in dieſer Erde ruhn;

Daß ſie im edeln Kampf für ihre Sache ſtarben,

Durch ihren muth'gen Tod die Freiheit uns erwarben.

Der Freiheit Banner iſt im Land noch aufgeſtellt,

Es flattert hoch und ſtolz, vom Feind noch unberührt, Blickt heiter um ſich her, beweiſt der ganzen Welt, Daß wir für uns allein zu ſtehn im Stande ſind. Wir kämpfen für das Land, wo unſre Ahnen ſtarben, Durch deren muth'gen Tod die Freiheit wir erwarben.

Wer unſer Land verräth, von Allen ſey verflucht,

Wir fluchen Alle auch dem Feigling, welcher flieht;

Nie finde er das Glück, wo er es immer ſucht,

Verachtung nur und Haß treff' ihn bis an ſein End.

Mög' er in fremdem Land, verlaſſen, einſam ſterben

Und ſeine Kinder nicht der Freiheit Gut ereerben.

Nun vorwärts! Schärft den Speer! des Bogens Sehn' erprobt z

Und Eure Schwerter wetzt! Friſch rüſtet Euch zum Kampf!

Denkt an den heil'gen Eid, den Alle wir gelobt,

Zu fechten nur allein fuͤr Freiheit oder Tod,

Gedenket auch des Tods, den unſre Ahnen ſtarben,

Wodurch dem Land und uns die Freiheit ſie erwarben. 4

Friſch auf! Laßt fechten uns mit unverzagtem Muth. 3

Vertheid'gen unſer angeſtammtes Erb und Recht,

Von Ahnen ſchon erkämpft der Freiheit koſtbar Gut!

Der Väter edles Werk vollende nun der Sohn!

Und ſollten wir auch gleich im heil'gen Kampfe ſterben,

So ſollen unſre Söhn die Freiheit von uns erben.