Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1846)
Entstehung
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Frau zu nehmen; ſeine Gedanken ſollen jetzt allein auf den Krieg gerichtet ſeyn, antwortete der Hadji;aber Mashallah! er würde glücklich durch den Beſitz einer ſolchen Gattin.

Der Verdacht des alten Häuptlings war gegründet, denn Alp wurde zuletzt entdeckt, als er eben in der Rich⸗ tung vom Frauengemach herkam; er begab ſich nun mit ſeinem Vater in ſeine Heimath.

Den nächſten Morgen verſammelte ſich eine große Bande von Kriegern, die bereits ein kleines Heer bil⸗ deten, in dem Thale, und ſetzte ſich gegen das Lager am Ubin in Bewegung. Sie begaben ſich zunächſt, den alten Häuptling an der Spitze, an ein geheiligtes Grab in der Nachbarſchaft, auf welchem ein altes, ſteinernes Kreuz ſtand, eine Reliquie der vorigen Religion des Landes, um welches herum die Häuptlinge und ihr Ge⸗ folge niderknieeten und Gebete an das höchſte, allmäch⸗ tige Weſen richteten, ſie im Vertreiben der Urus aus ihrem Lande zu unterſtützen. Jeder Krieger trug einen Roſenkranz in der Hand, welchen er als ein der Gott⸗ heit dargebrachtes Gelübde aufhieng ein heidniſcher Gebrauch aus den fernſten Zeiten.

Nachdem dieſe Ceremonie verrichtet war, beſtiegen die Häuptlinge ihre Pferde und traten ihre Reiſe an; der alte Häuptling erhob ſeine Hände gen Himmel und flehte Segen auf ſie herab, als ſie vorüberritten.

Selem hatte viele Schwierigkeiten, den jungen Conrin zu beſtimmen, daß er zurückblieb; erdlich gelang es ihm, dem Knaben das Verſprechen abzunehmen, er wolle das Thal nicht ohne Erlaubniß verlaſſen, als Page von Ina zurückbleiben und ihre Befehle beſolgen. Er verſuchte es nicht, Thaddeus zu überreden, er ſolle ihn begleiten; und der junge Pole wurde durch Bande, die feſter waren, als die der Freundſchaft, im Thale zurück⸗ gehalten. Es wäre auch gegen den gewöhnlichen Ge⸗ brauch geweſen, einem, der eben erſt den Feind verlaſſen hatte, zu erlauben, mit bewaffneter Hand an der Seite