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genen Söhne des Nordens, Koſaken von den Sand⸗ bänken des Dons und der Wolga, Regimenter der un⸗ terjochten Polen, welche nun an der Seite ihrer Unter⸗ drücker fochten, einige wenige Reiterei, welche die Ruſſen Tſcherkeſſen nannten, welche aber in Wirklichkeit nur Männer von den Gränzen des Kaukaſus waren, Geor⸗ gier, Immeritier, Mengretier, verſammelt; jedoch nicht Einer, der ſich wirklich tſcherkeſſicher Abkunft rühmen konnte.
Unter diefen Trnppen war auch das Regiment, wel⸗ chem Thaddeus Stanisloff zugetheilt war, der Moskau verlaſſen mußte, ohne etwas Weiteres über das Schickſal ſeines Freundes erfahren zu haben; und es vergieng noch mancher lange Tag, ehe er im Geringſten etwas von ihm hoͤrte. Die Abweſenheit verminderte jedoch ſo wenig ſeine Freundſchaft, als ſein Bedauern über ihre Trennung. Obgleich er unter den Befehlen des Baron Galetzoff ſtand, dauerte es lange Zeit, bis er in Be⸗ rührung mit ihm kam; er hörte nur ſagen, Keiner ſey
ſo aufgebracht über den Abfall ſeines vermeintlichen Sohnes, und eifriger beſtrebt, ihn zu fangen, als er; er ſchwor, er ſolle als Verräther und Abtrünniger be⸗ ſtraft werden, wenn er in ſeine Macht falle.
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Neunzehntes Kapitel.
Es war ein ungeheu’res Thier, geſtreckt
Erfüllt's den ganzen Raum beinah
Und ſchien von grenzenloſer Kraft;
Gräulich, furchtbar eine Höllenbrut.
Gab's Manchem, der in ſeine Schu e gieng
Den Tod—trieb nur ſein Spiel mit ihm. Aberglaube— Spencer's Zauberkönigin.
Es war nun der ſchöne, balſamiſche, prächtige Mo⸗ nat eines ruſſiſchen Juni; die ganze Natur war neu erſtanden, und in das glänzende, ſaftige Grüͤn der erſt


