Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1846)
Entstehung
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Straße fortſprang und ohne ein einziges Mal umzuſe⸗ hen, unter Herzklopfen, und athemlos das Lager erreichte. Dieſe Beleidigung blieb in meinem Buſen verſchloſſen, weil ich wohl wußte, daß ein Wink hingereicht hätte, Viele zu veranlaſſen, daß ſie mehr als volle Genugthuung für das mir widerfahrene Unrecht genommen hätten. Da ich der gegenwärtigen Unbille entronnen war, und glaubte, er werde von einer ferneren Verfolgung abſtehen, ſo wollte ich Niemand von meinem Stamme gegenüber von einem ſo mächtigen Gegner in Gefahr bringen. Leider war ich verdammt, bald wieder von Neuem ſeinen ſchlimmen Anſchlägen ausgeſetzt zu werden! Die⸗ ſen Morgen war ich mit Aza, Lina und einigen anderen Mädchen und begleitet von mehreren Kindern aus dem Lager gegangen; wir wollten uns im Walde durch Spie⸗ len die Zeit vertreiben, als ich während des Spieles, in welchem wir einander um die Baͤume herum fiengen, von den übrigen getrennt war. Ich hörte das Gelächter meiner Geſpielen, als ſie ſich zurückzogen, wegen der Dich⸗ tigfeit des Gebüſches konnte ich aber ihre Figuren nicht ſehen: in dieſem Augenblick hörte ich einen Schrei bei den Kindern, der mir anzeigte, daß ſie einen Fremden im Walde bemerkt hatten. Ich eilte, um ſo ſchnell als möglich zu ihnen zu ſtoßen, als ich plötzlich von zwei Maͤnnern ergriffen wurde, welche aus einem benachbar⸗ ten Dickicht ſprangen. In einem Augenblick, ehe ich mich von der Ueberraſchung ihres Angriffs erholen konnte, warfen ſie mir ein Sacktuch über den Kopf, um mich zu verhindern, nach Hülfe zu rufen. Ungeachtet meines äußerſten Widerſtandes brachten ſie mich auf eine rohe Art weiter, bis ſte ein anderes Dickicht erreichten; als ſich das Schnupftuch theilweiſe von meinen Augen zurück⸗ zog, ſah ich einen Mann zu Pferd, deſſen Züge durch einen weiten Mantel verborgen waren, bei dem ein an⸗ derer ſtand, der die Zügel eines ledigen Pferdes hielt. Sie bemühten ſich mich zu überreden, ich ſolle es beſtei⸗ gen; ich weigerte mich aber hartnäckig vom Fleck zu