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Strafe, welche ſeine Schlechtigkeit verdient, nicht ent⸗
rinnen.“.
Schaamröthe bedeckte die Wangen des Zigeuner⸗ Mädchens, als ſie antwortete:„Ach, mein Vater, ich fürchte, mein Feind iſt zu mächtig und vorſichtig, als daß es Dir möglich wäre, ihn zu züchtigen; ich muß eine Begebenheit erzählen, welche ſchon letzthin vorfiel, und welche ich Dir gern verſchwiegen hätte, wenn nicht der, von dem die Rede ſeyn wird, ſeine Verfolgung ſo weit ausgedehnt hätte. Meine Geſchichte iſt lang; wenn Sie es aber wünſchen, will ich ſie vortragen, und bitte nur meine braven Vertheidiger, einem armen Mädchen zu verzeihen, wenn ſie zauderte, Begebenheiten zu erzäh⸗ len, durch welche ſie ſo viel leiden mußte.“ 3
„Wäͤhrend unſeres Aufenthaltes in Moskau, als unſer Lager in der Nähe dieſer Stadt war, beſuchte ich eines Tages einige Töchter eines anderen Stammes uuſeres Volkes, da ich einer darunter etwas mitzutheilen hatte. Sie tanzten und ſangen in öffentlichen Gärten
im Gedränge ſchauluſtiger Bürger, welche ſich Abends von der Mühe und Laſt des Tages erholen wollten. Als wir uns von einem Platze zum andern bewegten, bemerkte ich einen Mann, der mich ſcharf beobachtete, und der mich, ſo viel ich mich erinnerte, ſchon während des Tages betrachtet hatte und mir gefolgt war; jetzt unterſchied ich ihn von der Menge durch ſeinen hübſchen Anzug, und die Verachtung, mit der er alles um ſich her betrachtete. Wenn ich mich mit meinen Gefährten in Bewegung ſetzte, folgte er uns immer, bis er zuletzt matt und überdrüſſig wurde, immer dieſelben Tänze zu ſehen und dieſelben Geſänge anzuhören, und aus den Gärten verſchwand, woraus ich denn ſchloß, daß ich mich in meinem Verdacht getäuſcht hatte. Der Abend war ſchon ziemlich vorgerückt, als ich meine Gefährten ver⸗ ließ und mich auf den Rückweg nach unſerem Lager
machte, welches ich auf einem kürzeren Wege zu erreichen
ſuchte; ich kam bald in einen engen Weg, auf welchem


