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zuführen, und ich kann ohne Gefahr den Sitz zu verlie⸗ ren, ein Pferd reiten, das viel raſcher iſt als das, wel⸗ ches mich wirklich trägt.“
Die jungen Männer waren ihrem Beiſpiele gefolgt, und hatten ihre Pferde beſtiegen; nachdem das Mädchen ihnen die Richtung des Weges, den ſie nehmen mußten, mit der Hand angezeigt hatte, ritten ſie mit ihr in vol⸗ lem Laufe fort, waren aber genöthigt, ihre Sporen tüch⸗ tig anzuwenden, um dem weniger ermüdeten Pferde ihres ſchönen und außergewöhnlichen Führers folgen zu können. Sie vermied das Dickicht des Waldes, welches ihnen ſo hinderlich geweſen war, führte ſie auf einem Umwege, aber auf gutem, feſtem Boden um dasſelbe herum, und legte doch den Weg in kürzerer Zeit zurück, als es ihnen möglich geweſen war, als ſie zu ihrer Unterſtützung her⸗ beieilten; bald erreichten ſite die Landſtraße, welche ſie quer überſchritten, und jagfen dann in den anſtoßenden Wald hinein. Plötzlich hielt ſie ihr Pferd an und wandte ſich an ihre Begleiter:
—„Vergeben Sie mir die Eile einer furchtſamen Er⸗ ſchreckten; ich muß wirklich undankbar erſcheinen, daß ich ſo ſchwach ſeyn fonnte, zu vergeſſen, daß einer meiner
edelmüthigen Erretter große Schmerzen ausſteht. O, verzeihen Sie mir meinen Fehler, welcher durch die Furcht vor einer Gefahr entſtand, welche Sie jetzt unmöglich be⸗ greifen koͤnnen“
Jvan verſicherte ſte, daß ſeine Wunde ihn ſo wenig beſchwere, daß er eben ſo ſchnell fortreiten könne, wie bisher, wenn ſie es fuͤr rathſam halte, worauf ſie ihr Pferd in ein ſchnelles, jedoch etwas weniger ſtarkes Tem⸗ po als vorher ſetzte..—„
„Ihre Pferde ſind ermüdet,“ ſagte ſie im Weiter⸗ reiten,„und der Tag iſt ſo weit vorgerückt, daß ſte vor Einbruch der Nacht kein Obdach erreichen können; über⸗ dieß furchte ich, daß in kurzer Zeit ein Sturm über un⸗ ſeren Häuptern losbrechen wird; jene dunkeln Wolken ſind nur die Vorläufer von anderen.“


