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Entfernung, daß der Schall nur noch ſchwach zu ihren Ohren drang. Sie hatten nun eine ausgedehnte offene Waldſtrecke erreicht, auf der vereinzelte Bäume ſtanden, die ſtellenweiſe in ziemlichen Entfernungen von einander, theilweiſe aber auch dichten Gruppen zuſammengedrängt, und von niederem verwickeltem Geſtrüpp umgeben waren..
Die jungen Leute ſchienen gegenſeitig die Gefühle verbannt zu haben, welche ſich ihrer bei der letzten hitzi⸗ gen Unterhaltung bemächtigt hatten und trieben ihre Pferde augenblicklich in ſchnellem Laufe in der Richtung fort, woher der vermeintliche Laut gekommen war, als ein zweiter ſchwacher Schrei, welcher aber von größerer Entfernung herzukommen ſchien, ihnen die Gewißheit gab, daß ſie in der wahren Richtung gefolgt waren.
Ihre Pferde waren durch den rauhen und ſchlechten Boden ſehr am Springen gehindert, und oft waren ſie genöthigt, über verwachſenes, ſtachlichtes Geſtrüpp zu ſetzen, auf die Gefahr hin, in eines von den vielen un⸗ geſehenen Löchern oder in einen Moraſt zu fallen. Un⸗ geachtet der zahlreichen Hinderniſſe eilten ſie mit zuneh⸗ mender Schnelligkeit dahin, begierig, ihren Beiſtand zu leiſten; ſie waren verſichert, daß der durchdringende Schrei von einer Frau herrührte, welche in Noth ſeyn mußte. Sie waren gerade aus einer Gruppe von Bäu⸗ men herausgekommen, in die ſie verwickelt geweſen wa⸗ ren, als wieder ein lauter durchdringender Schrei gehört wurde; und in demſelben Augenblicke bekamen ſie zwei Reiter zu Geſicht, welche zwiſchen den Bäumen galop⸗ pirten, und von denen der Eine eine Frau im Arme hielt; ihnen folgten zwei Männer zu Fuß im vollſten Laufe, Sie hatten noch einige Minuten zu thun, bis ſie ſich aus dem verwachſenen niedern Geſträuche heraus⸗ arbeiten konnten, welcher Verzug der Gegenparthie Zeit verſchaffte, einen größeren Vorſprung zu bekommen; da aber jene beiden Reiter ihre Pferde mit Peitſche und Sporn über jedes Hinderniß wegtrieben und auch ſchon


