Teil eines Werkes 
4. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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209 ſanft fortSie ſind ungluͤcklich jetzt machen Sie dem alten Bettler die Freude, ſich von ihm helfen zu laſſen!

Sie können leicht vermuthen, wie mir in die⸗ ſem Augenblicke zu Muthe war. Die wunderbare Schickung der Vorſehung, der edle, ich möchte faſt ſagen, himmliſche Blick des Alten, meine ſchreckli⸗ che Lage ich bedachte mich keinen Augenblick, ſein großmüthiges Erbiethen anzunehmen. Mein Vorſatz, ihm die Urſache meiner jetzigen drückenden Lage zu geſtehen, war ſehr zwecklos: er hatte insgeheim ſehr genaue Aufſicht über mich geführt; faſt alles war ihm ſchon bekannt!*

»Ich ließ mir vierhundert Louisd'or von ihm abzählen: ich bath um Feder und Dinte, ein Be⸗ kenntniß darüber auszuſtellen. Allein hiervon woll⸗ te der Alte nichts hören.Kränken Sie mich nicht nehmen Sie, nehmen Sie, mein Herr!9 ſagte er mit vor Freuden ſchimmernden Au⸗ genSie werden mich nicht hintergehen; und ſterben Sie, ſo bezahlen Sie dort! Ich brauche nur wenig und als Sohn ſind Sie nun doch ein⸗ mahl vom Himmel mir zugeſandt, Sie mögen auch wollen, oder nicht! Ich bin, bey Gott! ein Ehren⸗ mann, und den geheimen Gedanken, ich ſey ihr Va⸗ ter, können Sie mir doch nicht nehmen! 3 Ja, Vater! Netter und Vater! ſagte ich weinend und ſtürzte in ſeine ArmeEinen gab

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