Teil eines Werkes 
4. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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trauen mochte, Schulden zu haben, die ichenicht befriedigen konnte, der Gedanke, daß man mich für einen Betrieger halten und mit Arreſt verfolgen werde, meine Ehre, meina, ſehr unedlen Menſchen Preis gegebene Ehre, brachte mich zur Verzweif⸗ lung. Je länger ich nachſann, deſto mehr ver⸗ 3 ſinſterte ſich alles vor mir; je länger ich auf Ret⸗

tungsmittel dachte, deſto unmöglicher ſchien mir die Rettung.

Mit einer faſt an Wahnſinn gränzenden Me⸗ lancholie, mit Entſchlüſſen, die nur die Verzweif⸗ lung hervorbringen kann, ging ich eines Morgens, nachdem ich meine Schriften verbrannt und alles,

ſo weit möglich, in Ordnung gebracht hatte, mit 3 haſtigen Schritten über den Pont-ne uf. Jaques ſtellte ſich mir, zudringlicher, als je, in den Weg. Ich wo Ulte ihn nicht ſehen.

Ein Wort, mein Herr!* ſagte er im flehend⸗ ſten Tone, und hielt mich zurück.

Laß mich, guter alter Jaques! antworkere

ich mit erzwungener Ruhe, die von dem Tone meiner Stimme Lügen geſtraft wardich habe heut Alles weggegeben! 2

4 Er hatte mich beſſer verſtanden, als meine Ab⸗ ſicht war.Bey allem, was heilig iſt, lieber, jun⸗ ger Herr! ſagte er ernſtvertrauen Sie mir, was Ihnen fehlt!** 3

Wozu kann das führen 25 verſetzte ich kalt

Du wirſt mir nicht helfen!

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