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. 201 um ſo leichter erbitten, den Zuſammenhang zu er⸗ klären.
„»Ja, meine Herren!“— ſing er mit ſchöner Wallung an, indem er zuweilen ſtrafende Blicke auf den Fremden ſchoß und die Hauptſtellen, gleich⸗ ſam in usum delphini, alsbald ins Franzöſiſche üͤberſetzte—„ja, meine Freunde und Freundinnen! ein Bettler— Jaques iſt der Nahme des Edlen— iſt mein innigſter Freund, iſt— um Ihnen mit we⸗ nig Worten Alles zu ſagen— der Retter meines Le⸗ bens! Mag ich immer vor Ihnen mich eines ju⸗ gendlichen Leichtſinns anſchuldigen müſſen; ich ſcheue dieſe Erniedrigung nicht, um dem wackern Jaques nach Würden zu lohnen, deſſen Hochzeitgeſchenk mir ſtets das theuerſte von allen, und meiner Adelheid in meinen Augen ſtets der koſtbarſte Schmuck ſeyn wird!“.
„»So darf ich auch heute ihn tragen?“— frag⸗ te die holde Jungfrau mit ſchwimmenden Augen, und ſchnell wanderten die Armbänder von dem ro⸗ ſigen auf den weißen Atlaß ihres Arms. Otto fuhr mit einem Blick, in dem alle Seligkeit der Liebe verſchmolzen war, nach kurzer Pauſe fort:
„Während meines Aufenthalts in Paris führte mich mein Weg faſt jeden Tag über Pant-neuf. Dort, jederzeit in einem und demſelben Pfeiler, ſaß ein Bettler, den man, ungeachtet er kaum fünfzig Jahre alt ſchien, ſchon ſeit dreyßig Jahren dort ge⸗ ſehen hatte und durchgängig den alten Jaques nann⸗


