auch ganz execrabel ſey, mit verbindlichem Dank
an, ließ ſich von ſeinem Sancho ſogleich Reiſehut
und Stiefeln ein wenig abſtäuben, und öffnete, da das Ausziehen mit vieler Schwierigkeit verbunden ſchien, ſeinen Überrock, aus welchem eine Art von Uniform beſcheiden hervorguckte. So ausgerüſtet, doch von nun an ziemlich wortkaxg, ſetzte er ſich mit Hülfe eines tüchtigen Krückenſtocks an der Seite des Brautvaters in Marſch, bey welcher Gelegenheit denn zugleich wahrzunehmen ſtand, daß auch der linke Fuß nicht vollkommen mobil, doch der Hin⸗ kende in dieſer Kunſt nicht ein bloßer Dilettant, ſon⸗ dern ein wahrhaftiger Virtuos ſey.
Kaum war man, unter dem lauten Jubel der Dorfjugend, wieder zu den Linden gelangt, als der alte Franzos dem Brautpaar vorgeſtellt zu werden verlangte. Er ſtattete dem Bräutigam nur ganz kurz in geradebrechtem Deutſch ſeinen Glückwunſch ab: der Braut hingegen küßte ex mit vieler Galanterie, ja ſogar mit einer ſichtbar werdenden wohlgefälli⸗ gen Rührung, die Hand, und ſagte ihr halb leiſe auf Franzöſiſch viele, recht ausgeſuchte Schmeiches
leyen, die ihr jedoch, ſeines fremden Organs we⸗
gen, größten Theils verloren gingen. Alles eilte nach dieſer Unterbrechung wieder raſch
zum Tanz und zum Spiel; Otto, an dem der Frem⸗ de wenig Behagen zu finden ſchien, wußte ihm ſei⸗
ne Braut bald genug zu entführen: man ſah es für ſehr natürlich an, daß der ſteife und ermüdete alte


