Teil eines Werkes 
4. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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197 der in Stücken gehen; heute ſoll niemand weiter! Komm, mein Sohn, und führe mich zu deinem Herrn!

Jung und Alt, den gravitätiſch einherſchreiten⸗ den Oberforſtmeiſter an der Spitze, ſetzten ſich als⸗ bald nach dem Wäldchen in Bewegung. Hier lehn⸗ te ein leichtes, mit einem Dach von gemahlter Wachsleinwand verſehenes Wägelchen an einer jun⸗ gen Tanne, und ſchien mit dem ſeitwärts gebeug⸗ ten Obertheil recht flehentlich um Mitleid zu bit⸗ ten; die Speichen des Rades waren nach dem Ur⸗ theil der ſachverſtändigen Schirrmeiſter recht wie mit einer Axt zerſplittert; eine lange, hagere Geſtalt, im einfachen blauen Überrock, deren beyde Arme das Chiragra zu ſeinem Wohnplatze erwählt zu ha⸗ ben ſchien, deren linkes Auge mit einem ſchwarzen⸗ Tuche verbunden war, hielt mit finſterer Miene das magere, eben nicht zum Ausreißen geſchaffene Röß⸗ lein. Kaum hätte der fremde alte Herr den herbey⸗ eilenden Haufen bemerkt, als er ſich mit vieler Ar⸗ tigkeit, doch auch mit leider! ſehr geläuſiger fran⸗ zöſiſcher Zunge, an den Anführer wandte; allein obſchon der Oberforſtmeiſter ſein ganzes ehemahliges Hof⸗Franzöſiſch ſtotternd hervorſuchte, ſo gelang

es ihm doch nur mit Mühe, den Alten zu verſtän⸗

digen, daß er heute durchaus nicht weiter dürfe, ſondern einen Hochzeitgaſt abgeben müſee. Derr fremde Papa nahm dieß, weil er ohne⸗ dem ſehr ermüdet, und die Straße in dieſem Lande