Teil eines Werkes 
4. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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ſe entfernt, und mich, den er für den Retter ſei⸗ ner Tochter anſah, außerordentlich lieb gewonnen hatte.

Die holde Sibylle bezeigte mir nicht minder ihre Dankbarkeit auf jede nur denkbare Art, und würde ſich von der Unpäßlichkeit, in welche dieſer Vorfall ſie verſetzt hatte, weit früher erhohlt haben, wäre es möglich geweſen, ihr zartes Gefühl über den erlittenen Schimpf zu beruhigen. So große

Mühe ich mir auch gab, ſo ſiel es doch ſchwer, ſie

anderen Sinnes zu machen.—„Was habe ich ver⸗ brochen,“— ſagte ſie immer—„daß mir dieß be⸗ gegnen mußte? Wer wird es glauben, daß ich un⸗ ſchuldig dabey war? Was kann man von einer Jungfrau halten, bey der man ſich ſo etwas er⸗ laubte?“.

Dieß tiefe Gefühl, ich kann wohl ſagen, felbſt die Bläſſe ihres Geſichts, machte ſie in meinen Au⸗ gen nur noch liebenswürdiger, und da unſere Heim⸗ reiſe ohnedieß herannahete, ich auch dann ſogleich auf meine Anſtellung rechnen konnte, ſo faßte ich den Entſchluß, Sibyllen meine ernſtlichen Abſichten auf ihre Hand bey der erſten Gelegenheit zu entde⸗ cken. Ich fragte ſie daher eines Mittags, obich dies ſen Abend wiederkommen dürfe, um etwas ſehr Ernſtliches mit ihr und ihrem Vater zu beſprechen?

Es dünkte mich ein ſehr gutes Zeichen, daß ſie bey dieſer Frage auf ein Mahl recht ſchön erröthe⸗