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einer bejahrten Matrone, zu welcher man auch Si⸗ byllen, wenigſtens dieſe Nacht über, zu bringen ge⸗ dachte. Einige Herren kamen bald darauf hinzu, worunter ſie mit großem Erſchrecken auch den Prin⸗ zen entdeckte; ja, man hatte ſogar den Verſuch ge⸗ macht, Sibyllen etwas Betäubendes in das Ge⸗ tränk zu miſchen, was aber nur in geringem Grade gelang, weil das gute Mädchen aus Angſtlichkeit faſt gar nichts genoß.
Erſt gegen Morgen war die Mutter zu bewe⸗ gen geweſen, den Saal zu verlaſſen. Als ſie heraus⸗ traten, blieb der Vetter und die Mutter etwas zu⸗ rück, und Sibylle wurde von den beyden Vermumm⸗ ten nach dem Wagen geſchleppt, in welchem die drey Freundinnen des Grafen Ludwig ſie erwarteten. Nicht bloß der begünſtigte Diener des Prinzen, ſondern auch noch zwei Andere von unſerm Gefolge, waren theils in dieſen Entführungsplan mit verwi⸗ ckelt, und ſtanden theils im Solde Ramiro's und Della Spina's.
Ich habe— ſagt mein Urvater, ans Ziel ei⸗ lend— dieſe unangenehmen Dinge vorausgeſchickt, um mich nun mit deſto erleichterterm Herzen dem frohen Ende zu nähern. Ich beſuchte Sibyllen noch am Aſchermittwoche und dann öfter, was um ſo leichter geſchehen konnte, da der ſie zärtlich liebende Vater die böſe Stiefmutter gänzlich aus dem Hau⸗


