Teil eines Werkes 
4. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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19°*. te und mir, obwohl mit niedergeſchlagenen Augen, ein freundliches Ja ertheilte.

„W zerden Sie mir auch dieſen Abend eine gleich erwünſchte Antwort geben?— fragte ich, und drückte zum erſten Mahl ihre Hand an meine Lip⸗ pen.—„Gott!— antwortete ſie tief erſchüttert— „wie fragen Sie ſondexbar 2“ Sie legte ihre Hand auf meine Achſel, wollte mir in die Augen ſehen, vermochte es nicht, und eilte nach der Thüre.

Ich erhaſchte ſie noch bey der Hand.„Werden Sie nicht?“— wiederhohlte ich inniger.

„Wir werden ja ſehen!“— verſetzte ſie ſanft lächelnd, und zwey der klarſten Perlen rollten über ihre Wangen. Sie entwand ſich mir nicht, als ich es wagte, dieſe ſchönen Verrätherinnen wegzuküſſen. Daß ich mich nun am Abend wieder einfand; daß ich von Vater und Tochter ein freundliches Ja⸗ wort davon trug, daß ich in einem halben Jahr meine ſchöne Straßburgerinn heimhohlte... darf ich dir, werther Urenkel, dieß wohl noch des Brei⸗ tern erzählen?